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Gustav Wied

Gustav Wied

Gustav Wied was a Danish writer renowned for his sharp satirical critique of society during the late 19th and early 20th centuries. His works often targeted the bourgeoisie and the ruling class, exposing the hypocrisies and moral failings of his time. Wied's literary career was marked by controversy; in 1882, he was imprisoned for 14 days due to a provocative short story published in a newspaper, highlighting the tensions between artistic expression and societal norms. His body of work includes novels, short stories, poems, and plays, with several of his plays categorized as satyr plays, which combined humor with serious themes, further showcasing his unique style and perspective. Among his notable works are 'Fru Marie Grubbe' and 'Den store Dronning,' which reflect his keen observations of human behavior and societal structures. Wied's literary significance lies not only in his ability to entertain but also in his commitment to social critique, making him a pivotal figure in Danish literature. His legacy endures as a voice that challenged the status quo, influencing subsequent generations of writers and thinkers who sought to address societal issues through their art.

Wikipedia

Gustav Johannes Wied (6 March 1858 – 24 October 1914) was a Danish writer. He was generally known as a satirical critic...

Written by Lex AI

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“»Sie haben uns förmlich von der Außenwelt abgeschnitten, Josua,« unterbrach Zwakh die Stille, »seit Sie das Fenster geschlossen haben, hat niemand mehr ein Wort gesprochen.«»Ich dachte nur darüber nach, als vorhin die Mäntel so flogen, wie seltsam es ist, wenn der Wind leblose Dinge bewegt,« antwortete Prokop schnell, wie um sich wegen seines Schweigens zu entschuldigen: »Es sieht gar so wunderlich aus, wenn Gegenstände plötzlich zu flattern anheben, die sonst immer tot daliegen. Nicht? – Ich sah einmal auf einem menschenleeren Platz zu, wie große Papierfetzen, – ohne daß ich vom Winde etwas spürte, denn ich stand durch ein Haus gedeckt, – in toller Wut im Kreise herumjagten und einander verfolgten, als hätten sie sich den Tod geschworen. Einen Augenblick später schienen sie sich beruhigt zu haben, aber plötzlich kam wieder eine wahnwitzige Erbitterung über sie, und in sinnlosem Grimm rasten sie umher, drängten sich in einen Winkel zusammen, um von neuem besessen auseinander zu stieben und schließlich hinter einer Ecke zu verschwinden.Nur eine dicke Zeitung konnte nicht mitkommen; sie blieb auf dem Pflaster liegen und klappte haßerfüllt auf und zu, als sei ihr der Atem ausgegangen und als schnappe sie nach Luft.Ein dunkler Verdacht stieg damals in mir auf: was, wenn am Ende wir Lebewesen auch so etwas Ähnliches wären wie solche Papierfetzen? – Ob nicht vielleicht ein unsichtbarer, unbegreiflicher »Wind« auch uns hin und her treibt und unsre Handlungen bestimmt, während wir in unserer Einfalt glauben unter eigenem, freiem Willen zu stehen?Wie, wenn das Leben in uns nichts anderes wäre als ein rätselhafter Wirbelwind? Jener Wind, von dem die Bibel sagt: Weißt du, von wannen er kommt und wohin er geht? – – – Träumen wir nicht auch zuweilen, wir griffen in tiefes Wasser und fingen silberne Fische, und nichts anderes ist geschehen, als daß ein kalter Luftzug unsere Hände traf?«””

“Man möge das gegenwärtige Weltgeschehen, welches die ganze Menschheit,wie nie je zuvor, in zwei anscheinend unvereinbare Hälften zerreißt, im Lichte unserer oben angedeuteten psychologischen Regel betrachten: wenn ein innerer Tatbestand nicht bewußtgemacht wird, dann ereignet er sich als Schicksal außen, das heißt, wenn der Einzelne einheitlich bleibt und sich seines inneren Gegensatzes nicht bewußt wird, so muß wohl die Welt den Konflikt darstellen und in zwei Hälften zerteilt werden.””

Aïon : Études sur la phénoménologie du Soi (Essai Espaces Libres)

“Nichts, nichts in der Welt hat so unwiderstehliche Gewalt der Eroberung wie das Gute.””

Aufruf zum Sozialismus

“»Sie haben uns förmlich von der Außenwelt abgeschnitten, Josua,« unterbrach Zwakh die Stille, »seit Sie das Fenster geschlossen haben, hat niemand mehr ein Wort gesprochen.«»Ich dachte nur darüber nach, als vorhin die Mäntel so flogen, wie seltsam es ist, wenn der Wind leblose Dinge bewegt,« antwortete Prokop schnell, wie um sich wegen seines Schweigens zu entschuldigen: »Es sieht gar so wunderlich aus, wenn Gegenstände plötzlich zu flattern anheben, die sonst immer tot daliegen. Nicht? – Ich sah einmal auf einem menschenleeren Platz zu, wie große Papierfetzen, – ohne daß ich vom Winde etwas spürte, denn ich stand durch ein Haus gedeckt, – in toller Wut im Kreise herumjagten und einander verfolgten, als hätten sie sich den Tod geschworen. Einen Augenblick später schienen sie sich beruhigt zu haben, aber plötzlich kam wieder eine wahnwitzige Erbitterung über sie, und in sinnlosem Grimm rasten sie umher, drängten sich in einen Winkel zusammen, um von neuem besessen auseinander zu stieben und schließlich hinter einer Ecke zu verschwinden.Nur eine dicke Zeitung konnte nicht mitkommen; sie blieb auf dem Pflaster liegen und klappte haßerfüllt auf und zu, als sei ihr der Atem ausgegangen und als schnappe sie nach Luft.Ein dunkler Verdacht stieg damals in mir auf: was, wenn am Ende wir Lebewesen auch so etwas Ähnliches wären wie solche Papierfetzen? – Ob nicht vielleicht ein unsichtbarer, unbegreiflicher »Wind« auch uns hin und her treibt und unsre Handlungen bestimmt, während wir in unserer Einfalt glauben unter eigenem, freiem Willen zu stehen?Wie, wenn das Leben in uns nichts anderes wäre als ein rätselhafter Wirbelwind? Jener Wind, von dem die Bibel sagt: Weißt du, von wannen er kommt und wohin er geht? – – – Träumen wir nicht auch zuweilen, wir griffen in tiefes Wasser und fingen silberne Fische, und nichts anderes ist geschehen, als daß ein kalter Luftzug unsere Hände traf?«””

“Man möge das gegenwärtige Weltgeschehen, welches die ganze Menschheit,wie nie je zuvor, in zwei anscheinend unvereinbare Hälften zerreißt, im Lichte unserer oben angedeuteten psychologischen Regel betrachten: wenn ein innerer Tatbestand nicht bewußtgemacht wird, dann ereignet er sich als Schicksal außen, das heißt, wenn der Einzelne einheitlich bleibt und sich seines inneren Gegensatzes nicht bewußt wird, so muß wohl die Welt den Konflikt darstellen und in zwei Hälften zerteilt werden.””

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“Nichts, nichts in der Welt hat so unwiderstehliche Gewalt der Eroberung wie das Gute.””

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