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Gottlos von Gott reden

Gottlos von Gott reden2013

Uwe Gerber

About this book

Das metaphysisch-theistische Weltbild hat seine Plausibilität verloren: Gott ist ‘tot’. Diese neuzeitliche Erfahrung zwingt und befreit Menschen, ohne Rückgriff auf einen jenseitigen Gott von Gottes-Widerfahrnissen zu reden. In Philosophie, Soziologie und Literatur finden sich vergleichbare Versuche, ‘atheistisch ’von Heiligem zu sprechen. Methodisch ist die Hermeneutik für dieses interdisziplinäre Projekt nur bedingt tauglich. Leitend ist ein dekonstruktivistisches Verfahren im Sinne einer kritischen Wahrnehmungslehre, in der sich allgemein verständliche und fachtheologische, generalisierbare und kontingente Zu- und Umgänge mischen. Das unauflösbare Paradox menschlichen Lebens, ungefragt ins Leben gerufen zu sein und zugleich sein Leben in der unerfüllbaren Orientierung am Nächsten zu gestalten, ist im Ergebnis heute auch politisch und kulturell-gesellschaftlich gegen Fundamentalismus und neoliberalen Positivismus offen zu halten. Gottes Abwesenheit als neuzeitliche Weise seiner Anwesenheit steht doppelt auf dem Spiel: gegen Rückfall in theistischen Fundamentalismus und gegen das Vergessen auf Kosten mediatisierter Selbstinszenierung – eine Gratwanderung.

Details

First published
2013
OL Work ID
OL20957568W

Subjects

AtheismTheologyReligious HumanismDeath of God theologyChristianity

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Book data from Open Library. Cover images courtesy of Open Library.