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Outcasts in Japans Vormoderne Mechanismen der Segregation in der Edo-Zeit

Outcasts in Japans Vormoderne Mechanismen der Segregation in der Edo-Zeit

Stephan Köhn, Chantal M. Weber, Ingrid Fritsch

About this book

Für gewöhnlich wird die Edo-Zeit (1603?1868) als eine stark hierarchisch gegliederte Gesellschaft beschrieben. Die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe war hierbei qua Geburt vorbestimmt, und die Kontrolle über die sogenannten vier Stände ? Samurai, Bauern, Handwerker und Händler (shi no ko sho) ? oblag ausschliesslich der Shogunatsregierung. 0Der vorliegende Band zeigt nun in 13 Beiträgen zuzüglich einer thematischen Einführung, dass die edo-zeitliche Gesellschaft in Wahrheit alles andere als ein statisches Konstrukt war. Mit der Perspektivierung auf die Gruppe der ?Outcasts? eröffnet der Band eine ganz neue Sichtweise auf die tatsächliche Verfasstheit der edo-zeitlichen Gesellschaftsordnung. Im Fokus stehen marginalisierte Gruppen, die aus unterschiedlichen Gründen aus der Normgesellschaft ausgeschlossen waren, sowie ihre inneren Organisationsstrukturen und die Mechanismen ihrer Segregation. Neben den hinin und eta als wohl bekannteste Outcast-Gruppen der japanischen Gesellschaft werden Prostituierte, Schauspieler, blinde Sänger sowie Bergleute, Gefangene und Wohnsitzlose in die wissenschaftliche Gesamtschau einbezogen. Zusätzlich lassen Repräsentationen der Outcasts auf Karten, Bildern, Theaterbühnen und schliesslich auch auf Fotografien der Meiji-Zeit (1868?1912) deutlich werden, dass Outcasts keinesfalls, wie oft behauptet, eine ignorierte oder stigmatisierte Minderheit waren.

Details

OL Work ID
OL32601277W

Subjects

Social conditionsSocial integrationSocial history

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