Damian Zagg

Damian Zagg
About this book
Ganghofer zeichnet in diesem Band eine Reihe von unvergeßlichen Charakterköpfen aus der Welt der Jäger und Wildhüter. Da ist der frühere Wilddieb Daminn Zagg, ein Prachtmensch, gewachsen wie ein Baum' und seine tragikomische Brautfahrt zu der feinen und zarten Johanna in Wien, die auf Grund einer Zeitungsannonce unter ‚treues Herz und grünes Heim‘ an ein trauliches Glück inmitten der Bergwelt glaubt. Da ist der ‚Urmensch Egidius Trumpf‘ mit seiner vorsintflutlichen Moral, den eisernen Nerven und seinem wilden, schrecklichen Tod; oder der nette Peperl mit den Tollkirschenaugen, der so hübsch erzählen kann und dem die Frauen auf den ersten Blick zufliegen. Als Jäger ist er leider unzuverlässig und unmöglich, aber sein unversiegbarer Charm bringt ihn schließlich als Beamten ins Ministerium des Innern. Der wild behaarte Weißbacher mit der Doppelseele, der Permaneder Hansl und der katzenschlaue Zillerbillerlois mit dem glattrasierten, faltigen Gesicht, der beim Scheibenschießen mit seinem alten Stutzen unablässig auf und nieder wackelt, aber dann doch ins Schwarze trifft - sie alle haben gewisse Züge gemeinsam. Es sind Züge aus dem Urgestein der Menschheit, Linien, die von Schöpferin Natur bei Bildung des Lebens so tief eingeschnitten wurden, daß sie allem kulturellen Schliff der Jahrtausende zum Trotz immer wieder im einzelnen Menschengesicht zutage treten. Der Dichter erzählt gewissermaßen in der Jägerjoppe. mit offenem Hemd, und er hat sich kaum in irgendeinem seiner Bücher so liebenswürdig und gestaltenfreudig gezeigt wie in diesem Band.
Details
- OL Work ID
- OL27058380W
Subjects
Hunters in fiction